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QUALITÄTSMANAGEMENT AN BERUFLICHEN SCHULEN





QmbS – Schulentwicklung und neue Herausforderungen

Das System des Qualitätsmanagements ist an den bayerischen Schulen etabliert. Mehrere Beraterteams der Regierung von Oberfranken unterstützen die Schulen bei ihrer Qualitätsarbeit. Dass diese Ressourcen zur Verfügung stehen, macht deutlich, welchen hohen Stellenwert das Qualitätsmanagement bei der Regierung und im Kultusministerium genießt.

Neue Impulse für die Qualitätsarbeit bietet uns der Austausch mit der KV Zürich, der größten kaufmännischen Berufsschule in der Schweiz. Vom 17. Bis zum 19 November 2021 besuchten die Kolleginnen und Kollegen, die dort für das Qualitätsmanagement verantworten, die Berufsschule II in Coburg. Im regem Austausch zwischen den Lehrern und Lehrerinnen der KV Zürich, der Berufsschule II Coburg, der Berufsschule II Bayreuth, der Berufsschule III Bamberg und der Regierung von Oberfranken wurden neue Entwicklungen im Qualitätsmanagement in der Schweiz und in Bayern diskutiert.

Der Pädagogische Tag konnte leider nicht in Präsenz stattfinden und so fiel der Lehrergesundheitstag der Pandemie zum Opfer. StD Schloms bot deshalb drei Online-Workshops an. Dort konnte man verschiedene digitale Tools und deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht kennenlernen.

Die einzelnen Fachbereiche verfolgten auch in diesem Schuljahr engagiert die Ziele, die wir in unserem Schulentwicklungsprogramm dokumentiert haben. So arbeitet beispielsweise der Fachbereich WuV III daran, Elemente der ERP-Software von SAP in den Unterricht zu integrieren. In verschiedenen Ausbildungsberufen gilt es, die neuen Lehrpläne umzusetzen. Schülerinnen und Schüler, deren Kenntnisse in Deutsch verbessert werden sollen, profitieren von den Möglichkeiten des Teamteachings oder der Klassenteilung. Im Bereich Versicherung bauen wir eine Unterrichtsdatenbank auf. So arbeiteten die Kolleginnen und Kollegen einzeln, in der Gruppe oder in den Fachbereichen kontinuierlich daran weiter, den Unterricht oder organisatorische Abläufe in der Schule zu verbessern.

Durch digitale Medien lassen sich analoge ersetzen, in einigen Fällen bieten sie aber auch pädagogischen Mehrwert. So lässt sich die Erarbeitungsphase mit Hilfe von Lehrvideos nach Hause verlegen und der Unterricht steht verstärkt zum Üben zur Verfügung (Flipped Classroom). Dies ermöglicht es den Lehrkräften, sich individuell um die Schülerinnen und Schüler zu kümmern. Außerdem erfordert es der Einsatz digitaler Medien, sich mit den Rahmenbedingungen dafür (Datenschutz, Urheberrecht, angemessenes Verhalten bei der Kommunikation im Netz usw.) auseinanderzusetzen.

Zudem sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, (digitale) Medien zum Recherchieren, Präsentieren, für die Zusammenarbeit und das Erstellen von Handlungsprodukten zu nutzen. Außerdem sollen sie in der Lage sein, sich kritisch mit dem Einsatz dieser Medien auseinanderzusetzen. Diese Vermittlung von Medienkompetenzen wird bei der Unterrichtsvorbereitung berücksichtigt und wird in den Mediencurricula und dem Medienkonzepts dokumentiert. Dessen Überarbeitung wird bis Ende des Schuljahres 2021/22 abgeschlossen sein.

Das QmbS-Team bedankt sich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die in den Arbeitsgruppen mitarbeiten, sich bei der Weiterentwicklung des Medienkonzepts engagieren, ihre Unterrichtsmaterialien für alle zur Verfügung stellen sowie ihre Ideen und Fragen einbringen.

Elisabeth Grill



Expertenaustausch der Regierung von Oberfranken und der kaufmännischen Berufsschulen in Oberfranken mit der KV Zürich an der Berufsschule II in Coburg

Die Qualitätsentwicklung ist an bayerischen Berufsschulen seit vielen Jahren Thema. Ursprünglich dienten Schweizer Schulen als Vorbild für die Einführung des Qualitätsmanagements an den beruflichen Schulen in Bayern. Während verschiedener, durch die EU geförderten Fortbildungen (Erasmus+) konnten sich die Kolleginnen und Kollegen der oberfränkischen Berufsschulen mit dem Qualitätsmanagementsystem an Schweizer Berufsschulen vertraut machen.

Nach dem Ende der geförderten Maßnahmen erwuchs im Jahr 2014 der Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen den drei kaufmännischen Berufsschulen in Oberfranken (Staatliche Berufsschule II Bayreuth, Staatliche Berufsschule III Bamberg und Staatliche Berufsschule II Coburg) und der Regierung von Oberfranken auf der einen Seite und der KV Zürich, der größten kaufmännischen Berufsschule in der Schweiz, fortzusetzen.

Nach dem Besuch der Kolleginnen und Kollegen aus Zürich an der Berufsschule III in Bamberg im Sommer 2017 und einem Gegenbesuch der oberfränkischen Kolleginnen und Kollegen in Zürich im Sommer 2019 fand der Austausch in diesem Schuljahr vom 17.11.2021 bis zum 19.11.2021 an der Berufsschule II in Coburg statt.

Der Coburger Nachtwächter erzählte den Schweizer Kolleginnen und Kollegen am ersten Abend Interessantes über die Stadtgeschichte, lustige Anekdoten über die berühmten und weniger berühmten Einwohner des historischen Coburgs und wies sie auf Details im Stadtbild hin, die man sonst leicht übersieht.

Im Rahmen der Arbeitsphase am zweiten Tag zeigte OStDin Martina Borcherding den Schweizer Kolleginnen und Kollegen das Schulhaus. Anschließend erläuterten StD Philip Weber den geplanten Einsatz der ERP-Software (Enterprice Resource Planning Software) von SAP im Unterricht für Industriekaufleute. StDin Annette Motta-Schreiner stellte eine berufliche Handlungssituation für Kaufleute für Büromanagement vor, die einen komplexen Lern- und Arbeitsprozess initiiert und trägt. Diese Unterrichtssequenz kann in allen Phasen der Bearbeitung – vom Informieren bzw. Analysieren, Planen, Entscheiden, Durchführen, Erstellen eines Handlungsproduktes bis hin zum Kontrollieren bzw. Bewerten und Reflektieren – vollständig mit Hilfe digitaler Medien durchgeführt werden.

Im Anschluss erläuterte StDin Manuela Stöcker neue Entwicklungen im Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen in Bayern. Das Konzept der externen Evaluation wurde überarbeitet. Neu ist unter anderem, dass in Zukunft nach Abschluss der externen Evaluation eine Auftaktveranstaltung zur Weiterentwicklung stattfindet, die das Bindeglied zwischen Evaluation und Schulentwicklung darstellt. Dabei werden die Schulentwicklungsmoderatoren der Regierung noch stärker eingebunden, die Schulen dabei zu unterstützen, Handlungsfelder zu identifizieren, zu priorisieren und zum weiteren Vorgehen zu beraten. Dazu stellt das Kultusministerium auf Regierungsebene zusätzliche Ressourcen zur Verfügung.

Von Seiten des Kultusministeriums wird der Fokus im Qualitätsmanagement insbesondere auf die Digitalisierung und die Heterogenität gerichtet, was sich auch in der Schwerpunktsetzung der externen Evaluation zeigt.

Am Nachmittag referierte der Rektor der KV Zürich, Christian Wölfle, über Änderungen im Schweizer Bildungswesen. Mit Ausbildungsbeginn 2023 gelten für die kaufmännische Ausbildung in der Schweiz neue Ausbildungsbestimmungen. Kernelement der tiefgreifenden Reform ist die Handlungskompetenzorientierung. An die Stelle der bisherigen Fächer treten fünf Handlungskompetenzbereiche:

a) Handeln in agilen Arbeits- und Organisationsformen,
b) Interagieren in einem vernetzten Arbeitsumfeld,
c) Koordinieren von unternehmerischen Arbeitsprozessen,
d) Gestalten von Kunden- oder Lieferantenbeziehungen,
e) Einsetzen von Technologien der digitalen Arbeitswelt.

Rektor Christian Wölfle erläuterte, welche Auswirkungen diese Reform auf den Unterricht an der KV Zürich haben wird und stellte die Arbeit der Projektgruppen vor, die sich mit der pädagogischen Umsetzung der Reform befassen.

Eine Führung durch das Schloss Ehrenburg und ein gemeinsames Abendessen rundeten den Expertenaustausch Oberfranken – Zürich ab.

Elisabeth Grill