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"MEET A JEW" IN DER KLASSE WGH 10B

Am 25. Juni waren per Videokonferenz zwei junge jüdische Frauen des Projekts „Meet a jew“ in der Klasse WGH 10B zu Gast. „Meet a Jew“ ist ein Projekt des Zentralrats der Juden in Deutschland und wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ vom Ministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend gefördert.

„Das aktuelle jüdische Leben durch in Deutschland lebende jüdische Menschen kennenlernen, das ist die Idee hinter Meet a Jew. Denn eine persönliche Begegnung bewirkt, was tausend Bücher nicht leisten können. Wer Jüdinnen und Juden schon einmal persönlich getroffen hat, ist weniger anfällig für Stereotype und Vorurteile und weiß, dass es viel mehr Themen gibt über die wir miteinander sprechen können als Antisemitismus, die Shoah und der Nahostkonflikt“ – so heißt es bei Meet a Jew auf der Website (www.meetajew.de).

So schilderten die beiden Frauen den Schülerinnen und Schülern und den Lehrern Martin Kollei (Fach Ev. Religion) und Klaus Schwarz (Fach Politik und Gesellschaft), wie sie persönlich ihren jüdischen Glauben im Alltag leben. Interessant für die Schülerinnen und Schüler war es dabei zu erfahren, wie die beiden zum Beispiel mit der Frage von Speisegeboten umgehen, wenn sie in Gruppen mit christlichen oder muslimischen Freunden unterwegs sind. Das Beten, die Partnerschaft und auch das Thema Alkohol kamen zur Sprache.

Die beiden Frauen erklärten hier sehr anschaulich, wie sie das im Alltag hielten. So wäre es in mancherlei Hinsicht praktisch, dass die Partnerin bzw. der Partner jüdisch ist. Je nach Zugehörigkeit zu einer Richtung des Judentums bestehe manchmal die Erwartung des jüdischen Partners, dass der Partner mit der anderen Religion auch Traditionen und Gesetze im Alltag mit lebt. Grundsätzlich sei aber auch ein nichtjüdischer Partner möglich.

Auf lebendige und persönliche Art erzählten die beiden auch bei anderen Themen, wie z.B. beim Gebet, wie Sie ihre eigene jüdische Identität in Bezug auf die beiden Richtungen des liberalen und orthodoxen Judentums sehen.

Spannend war es zu hören, dass die beiden auf unterschiedliche Art zum jüdischen Glauben gekommen waren. So erfuhrt die Klasse, wie es im Alltag ist, wenn man von Geburt an jüdisch ist und wenn man zum Judentum konvertiert, z.B. wie Freunde und Eltern darauf reagieren. Die beiden schilderten dabei, dass unterschiedliche Religionen bei Eltern, Verwandten und Freunden im Alltag gut harmonieren können.

Bei den Fragen, die sich die Schülerinnen und Schüler vor der Begegnung überlegt hatten, kam neben dem Alltag für junge Menschen auch das Thema Antisemitismus zur Sprache. Dabei war es sehr eindrücklich für die Klasse zu hören, wie beide leider Opfer von antisemitischen Vorurteilen und sogar Anfeindungen wurden. Dies einmal persönlich von den Betroffenen in einer Begegnung zu hören, war eine wichtige Ergänzung zur Behandlung des Themas Judentum im Unterricht.

So bedankten wir uns herzlich bei unseren beiden Gästen für die tolle Begegnung und hoffen auf ein Wiedersehen mit Meet a Jew an unserer Schule.

Martin Kollei

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